Im Herbst zeigt Kalabrien seine sanfte Seite. Die Tage sind warm, die Luft frisch, und selbst in der Stille der kleinen Orte spürt man Leben. Ich erzähle dir einen Herbsttag in Kalabrien: komme mit auf einen Spaziergang durch Galatro – so, wie ich ihn an einem dieser goldenen Oktobertage erlebt habe.
Früh am Morgen ist die Luft noch kühl. Ich ziehe die Jacke enger um mich, als ich mit dem Hund den schmalen Pfad entlanggehe, der hinter dem Haus in die Hügel führt. Der Himmel ist schon blau, nur ein paar Wolken ziehen träge dahin. Ich atme tief ein – der Wind ist frisch, die Stille fast greifbar. Nur das leise Rauschen der Blätter und das Klackern der Hundepfoten auf dem Kies begleiten mich.

Die Sonne steigt schnell höher, und bald spüre ich ihre Wärme auf der Haut – angenehm, nicht zu stark, genau richtig für einen Herbsttag. Die Temperaturen sind perfekt für Ausflüge, kaum über 24 Grad. Ein goldener, stiller Herbst, wie er schöner kaum sein könnte.
Die Touristen haben Galatro längst verlassen. Nur wenige verirren sich in dieser Jahreszeit hierher – und gerade das macht den Ort jetzt so besonders. Auf den Straßen ist nicht viel los. Ab und zu rollt ein Auto vorbei, oder ein knatterndes Mofa, das durch die engen Gassen tuckert. Manchmal hört man den mobilen Obst- und Gemüseverkäufer, der von seinem typischen Ape-Kleintransporter Waren über ein altes Mikrofon anpreist – „melanzane, pomodori, melograni!“ –, dann kehrt wieder Ruhe ein. Stille, Gelassenheit, das leise Rauschen der Blätter – so klingt der Herbst hier.
Beim Blick in die Ferne bietet sich mir ein Panorama, das mich jedes Mal aufs Neue staunen lässt: der weite blaue Himmel, grüne Hügel, die sich bis zum Meer hinabrollen. Auch im Winter bleibt die Landschaft hier lebendig grün – dank der vielen Oliven- und Zitrusbäume, die nie ganz ihre Farbe verlieren. Eine Augenweide, die das Herz ruhig werden lässt.
An manchen Zweigen hängen schon kleine Zitronen und Orangen, noch grün, aber prall und glänzend. In ein paar Wochen werden sie in Gelb und Orange leuchten wie bunte Blüten – ein Anblick, der sofort gute Laune macht, selbst an grauen Tagen.
Der Herbst in Kalabrien ist eine Zeit der Gelassenheit. „Slow Tourism“ im besten Sinn: sich treiben lassen, ausruhen, Kraft tanken. Kein hektisches Programm, kein Muss. Einfach leben, atmen, schauen. Vielleicht am Wochenende ein Spaziergang am Meer, wo das Wasser noch klar ist und die Sonne auf den Wellen tanzt. Und ein Eis, das geht immer!

Wenn die Sonne sich senkt, gehe ich oft noch einmal hinaus – ein kurzer Spaziergang hinauf zum Calvario-Hügel. Von dort kann man in dieser Jahreszeit, bei klarem Wetter, die schönsten Sonnenuntergänge sehen: ein Himmel in atemberaubenden Farben, von zartem Rosa bis tiefem Goldrot. Dann geht es nach Hause – Zeit fürs Abendessen.




Nach Sonnenuntergang wird es schnell kühler. Ich mache es mir gemütlich: heiße Schokolade oder Tee, ein gutes Buch, eingekuschelt in eine Decke. Noch braucht man keine Heizung – eine Decke reicht völlig, um den Abend warm zu überstehen.
Manchmal sammeln wir Pilze im nahen Wald, manchmal röste ich Kastanien über dem Feuer. Der Duft erfüllt das ganze Haus, süß und erdig zugleich. Draußen rascheln die Blätter im Wind, drinnen ist es still und warm.


So fühlt sich ein Herbsttag in Kalabrien an: ruhig, sanft, einfach schön – eine Jahreszeit, die nicht laut beeindruckt, sondern still das Herz berührt.
Wenn du Kalabrien einmal abseits der Sommermonate erleben möchtest – komme im Herbst. Dann zeigt sich das Land still und warm zugleich, voller Licht und Gelassenheit.
Und vielleicht zieht es dich ja wirklich hierher – zu uns ins Suvaj Rooms. Ein Ort, um den Herbst zu spüren, auszuruhen und dich einfach willkommen zu fühlen.
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